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Update aus der Welt der Online Bestellportale für Lieferservice und wie die harte Realität aussieht

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Wenn man den Pressemitteilungen der großen Online Bestellportale Glauben schenken will, dann sollen diese Portale Milliarden Euro wert und an der Börse zu richtigen Überfliegern werden.

Aktuell vermeldet ein Anbieter seinen Börsenpläne und muss hierfür natürlich auch ein Paar Zahlen zu seinem Geschäft veröffentlichen, und diese sehen wie folgt aus:

GESAMT

  • Umsatz erstes Halbjahr 2016: etwa 50,5 Millionen Euro
  • Verlust erstes Halbjahr 2016: 11,5 Millionen Euro

DEUTSCHLAND

  • Umsatz erstes Halbjahr 2016: etwa 16,5 Millionen Euro
  • Verlust erstes Halbjahr 2016: 17,9 Millionen Euro
  • Werbeausgaben erstes Halbjahr 2016: 36 Millionen Euro

Quelle Gruenderszene

Zum Vergleich: die Brauerei Krombacher gab im Jahr 2015 63 Millionen Euro für Werbung aus.

Interessant in diesem Zusammenhang auch die Meldung des Business Insiders, wonach zum einen das UK Geschäft verkauft wurde und gleichzeitig im Wechsel die Märkte Benelux übernommen wurden.

Quelle: Businessinsider.de

Was sagen diese Informationen aus? Die Geschäftsmodelle sind defizitär in Deutschland. Die Werbeausgaben entbehren jeder Logik und die Börsenpläne der einzelnen Anbieter sollen allesamt dazu dienen, die Marktführerschaft in Deutschland zu erringen, aber zu welchen Kosten?

Die Ziele des anderen Anbieters im Online Bestellbereich sind u.a. auch der Börsengang. Hierfür benötigt man aber dringend neues Kapital, wie das Manager Magazin berichtete (manager-magazin.de ). Und um es zu komplettieren, auch neue Anbieter wie Uber (ubereats.com ) drängen auf den deutschen Lieferservice-Markt und machen es den bestehenden Anbietern nicht leichter..

Denn wenn man bedenkt, dass die jeweiligen Provisionszahlungen an diese Online Bestellportale inzwischen auf 10-20% angewachsen sind, wie soll dann noch ein normaler Pizza Lieferservice wirtschaften? Sobald sich mehr Lieferdienste wieder auf Ihre eigenen Vertriebskanäle, wie Telefon oder eigene Bestellshops fokussieren, dann haben diese Anbieter ein Problem, denn die extremen Werbeausgaben rentieren sich dann nicht mehr. Gleichzeitig haben bereits die großen Pizza-Ketten, wie Call a Pizza, Joey´s/Domino´s und Co. sich bereits auf die eigenen Stärken und Vertriebskanäle konzentriert. Zu dem stagniert der Online-Lieferservicemarkt. Alle Anbieter bieten ein vergleichbares, austauschbares Produkt (online essen bestellen, bei denselben Lieferservice-Anbietern) und teilen sich den Markt auf.

Wir bleiben gespannt, wie dieser Wettbewerb ausgehen wird und wer am Ende mit wem fusioniert, aber wie sich der „kleine“ Lieferservice in dieser Gemengelage am besten wieder auf seine Kompetenzen konzentriert, findet man in unserem Beitrag „die eigenen Vertriebskanäle stärken“.

Eine Antwort »

  1. Pingback: Marketing für Lieferdienste, was bedeutet das? | Gastronomie Marketing Blog - Gastro Marketing

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